ABS 48

Elektrifizierung der Strecke Lindau - Memmingen - Geltendorf


Aufnahme des elektrischen Zugbetriebs zum 13. Dezember 2020

Seit Sonntag 13. Dezember 2020 verkehren die Fernzüge auf der Strecke München - Buchloe - Memmingen - Lindau-Reutin elektrisch und im Neigetechnikbetrieb. Gleichzeitig ging auch die neue Verkehrsstation in Lindau-Reutin in Betrieb, an der die Züge der ECE-Linie München - Zürich halten.

25 Kilometer Oberleitung wurden im Laufe des Jahres zwischen Hergatz und Lindau errichtet und in Leutkirch die Arbeiten am Umrichterwerk und an den übrigen Autotransformerstationen abgeschlossen. Zum Schutz der Anwohner errichtete die Bahn auch im letzten Streckenabschnitt zwischen Hergatz und Lindau Schallschutzwände auf knapp zehn Kilometern Länge.

Mit dem Fahrplanwechsel verkürzt sich die Reise zwischen München und Zürich auf vier Stunden. Die beiden Städte sind ab diesem Sonntag mit 12 Zugfahrten täglich doppelt so häufig wie bislang direkt auf der Schiene verbunden. Die Deutsche Bahn, die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) und die Schweizer Bundesbahnen (SBB) kooperieren bei dem neuen Angebot und setzen moderne Züge mit ICE-Komfort ein.

In den zurückliegenden drei Jahren hatte die Deutsche Bahn die Strecke auf deutscher Seite ausgebaut und elektrifiziert. Rund 500 Millionen Euro flossen in den 155 Kilometer langen Abschnitt im Allgäu. Allein für den Lärmschutz wurden 100 Millionen Euro verbaut. Der Freistaat Bayern hat zum Projekt rund 177 Millionen Euro beigesteuert.

DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla: „Das ist ein ganz wichtiger Lückenschluss im internationalen Bahnverkehr. Mit unseren pünktlich abgeschlossenen Bauarbeiten sichern wir ein attraktives Reiseangebot zwischen den Metropolen München und Zürich. Dank der Elektrifizierung sind unsere Reisenden klimafreundlich unterwegs. Und in gut einem Jahr noch schneller: Dann wird sich die Fahrzeit um noch einmal 30 Minuten verkürzen.“


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